Falls die räumlichen Platzverhältnisse zur Einhaltung des COVID-19 Rahmenschutzkonzepts für öffentliche Veranstaltungen es erlaubt,
findet unser Konzert am Sonntag 6. September 2020 in der Kirche Rohrbach statt.

 

Leider wurde unser Konzert und Einladung nach Senica/Slowakei  (Paratnergemeinde Herzogenbuchsees) in Folge Corona abgesagt.
Desshalb bauen wir eine musikalische Brücke und senden einen: 

Gruss nach Senica

- Vielfältiges Liederprogram für Herz und Seele:

Bepi de Marzi  Signore delle cime   
Gion Balzer Casanova  Consolaziun  
Trad. Schweiz Du fragsch mi wär i bi  
Trad. Schweiz Schönster Abestärn  mit Klavier Intro und Zwischenspiel 
Markus Fricker Bim Moonschyn  mit Klavier Intro und Zwischenspiel
Eugen Meier Weischus dü  
Susanne Würmli-Kollhopp  Ha mi i di verliebt  mit Klavier Intro und Zwischenspiel
Béla Bartók Vier slowakische Volkslieder  mit Klavier
Rumänische Volkstänze Klavier solo  
Robert Schumann Zigeunerleben  mit Klavier

 

 

 

 

 

 

 

 

Eine Anmeldung per Mail: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! oder Telefon: 062 961 14 71 erleichtert uns in der aktuell schwierigen Lage die Organisation und Sitzplatzeinteilung. 

 

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Interview  Kulturagenda Bern mit Patrick Secchiari:

«Besser als gar nichts»

von Stephan Ruch

Der Dirigent Patrick Secchiari leitet den Kammerchor Seftigen, den Kammerchor Herzogenbuchsee und das Vokalensemble Ardent Bern. Im Interview spricht er über effektive und potenzielle Folgen der Coronakrise auf das Chorwesen.

Patrick Secchiari, was ist für Sie das Schönste an Ihrem Beruf?
Ich finde es faszinierend, wie ich aus Laiensängerinnen und –sängern einen Klangkörper modellieren kann. Es ist schön, den «Flow» zu spüren und die klanglichen Reaktionen auf meine Impulse wahrzunehmen.

Lassen Sie die Chorproben nun virtuell stattfinden?
Ja, tatsächlich. Ich nahm online an einer Weiterbildung des Verbandes Chorleitung Nordwestschweiz teil; da lernte ich Techniken zur Durchführung von Chorproben über eine Videokonferenzplattform.

Wie funktioniert die Umsetzung mit Ihren drei Chören?
Es läuft erstaunlich gut. Ein gemeinsames Chorsingen ist zwar nicht möglich, aber ich mache dafür viele Übungen in Gesangstechnik, Rhythmik und Artikulation. Ein Nachteil ist, dass ich keine Kontrolle über den Klang habe, da ich alle Teilnehmenden stumm schalten muss. Aber für die Motivation der Chormitglieder ist es besser als gar nichts. Es entsteht sogar eine Art Gemeinschaftsgefühl.

Ihre Einschätzung: Wie hart trifft die Coronakrise das Berner Chorwesen?
Ich könnte mir vorstellen, dass es für manche Chöre schwierig werden könnte. Defizitäre Finanzen, Überalterung, Publikumsschwund – die Pro­bleme sind bekannt. Wenn sich ein Chor infolge dieser Krise auflösen müsste, so hat dieser wahrscheinlich schon seit längerer Zeit «gekränkelt». Es ist jetzt ein guter Moment, um sich Gedanken über die Zukunft zu machen.

Müssen auch Sie um die Existenz Ihrer Chöre fürchten?
Ich wähne meine Chöre glücklicherweise in einem gesunden Zustand. Mit dem Kammerchor Herzogenbuchsee hatten wir vor einigen Jahren finanzielle Probleme, aber wir haben diese Krise genutzt und sie hat sich im Nachhinein als Chance zur Weiter­entwicklung herausgestellt.

Inwiefern?
Ich habe mich zuerst gefragt: Was spricht das Publikum an? Was ist der aktuelle Zeitgeist? Ich begann, neben der Klassik auch andere Stile in die Programmgestaltung mit einzubeziehen wie zum Beispiel Volksmusik oder Werke des 20. Jahrhunderts. Und auch Kooperationen waren für alle Beteiligten in jeder Hinsicht bereichernd.

Welchen Faktor erachten Sie neben der Stilvielfalt auch noch als wichtig für den Erfolg eines Chors?
Ich finde es entscheidend, dass ein Dirigent die Möglichkeiten seines Chors realistisch einschätzt. Grosse Visionen sind wichtig, müssen aber auf allen Ebenen umsetzbar sein. Eine konstruktive Kommunikation mit dem Vorstand ist diesbezüglich zentral. Und grundsätzlich erachte ich es als sinnvoll, sich auch mit unangenehmen Fragen zu konfrontieren, denn dies führt dann oft zur Aufkeimung von
positiven Lösungen.

www.secchiari.ch

 

Quelle Berner Kulturagenda

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